Black Temple: Naj’entus down!Geschrieben von Ulana am 7. August 2008 |
Was haben wir uns gefreut: Unser erster Besuch im Schwarzen Tempel stand unmittelbar bevor. Endlich sollten wir diese sagenumwobene Instanz von innen besichtigen. Ob Illidan es wohl schön hat in seinem neuen Zuhause?
Dann erst einmal der Schock: Die große Tür war verschlossen. Kein Wunder, dass der Verdammniswandler reichlich genervt davor Amok läuft. Wenn schon dieser Muskelprotz nicht zur Vordertür hereinkommt, dachten wir uns, gehen wir eben durch’s Mäuseloch. Aber nicht genug damit, dass wir uns durch ein winziges Loch in der Wand zwängen und von hinten hereinschleichen mussten, zu allem Überfluss landeten wir auf diesem Weg zuerst einmal in der Kanalisation des Schwarzen Tempels. Und die ist alles andere als ein einladender Ort. Die Kanäle von Stormwind sind dagegen reinste Badeseen, kann ich euch sagen!
Wie nicht anders zu erwarten, treibt sich in dieser finstren feuchten Kloake jede Menge giftiges Getier herum, das erst einmal beschäftigt werden möchte. Vor Probleme stellte uns aber erst eine Gruppe von sechs Gegnern, die sich weder bannen noch in Schäfchen verwandeln lassen wollten und im Gegenzug kräftig austeilten. Nach ein paar erfolglosen Versuchen haben wir aber schließlich unsere Strategie optimiert – nun ja, im wesentlichen bestand die darin, dass alle DDs an die gute alte Tungend erinnert wurden: “antanken lassen!” und dass sich der Tank, der die giftigen Elementare übernimmt, besser Naturresi-Klamotten anzieht.
Kurz darauf hatten wir schon Gelegenheit, dem ersten Boss der Instanz, Naj’entus Hallo zu sagen. Er scheint so eine Art Klofrau darzustellen, die darüber wacht, dass man beim Verlassen der Kanalisation brav ein paar Münzen auf das Tellerchen legt. Wenn man nicht zahlt, fängt er an, wild mit seinen Stacheln um sich zu werfen. Nun, ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es nicht gerade angenehm ist, von einem Stachel durchbohrt zu werden, der (im Falle eines Nachtelfen) etwa der eigenen Körpergröße entspricht. Zum Glück lässt sich bei entschlossenem und schnellem Handeln, der Stachel selbst aus einem Gnom ohne bleibende Schäden wieder herausziehen. Hat man einen solchen Stachel erst einmal in der Hand, darf man damit die große Seifenblase zum Platzen bringen, die Naj’entus gelegentlich um sich erscheinen lässt. Aber Vorsicht: Das dabei entstehende Vakuum führt zu einer kräftigen Implosion, die schwächelnden Mitspielern schnell mal den Rest gibt.
Zugegeben, wir brauchten ein paar Versuche, um das Spiel mit den Stacheln richtig zu beherrschen, dann erwies sich Naj’entus jedoch als dankbares Opfer.
Obwohl wir schon viel Zeit vertrödelt hatten, wollten wir uns anschließend wenigstens noch anschauen, wie der Schwarze Tempel oberhalb der Kloake aussieht und haben dabei auch schon tatkräftig einigen Orcs die Ohren lang gezogen. Für ein erstes Händeschütteln mit Supremus hat es leider nicht mehr gelangt, aber immerhin habe ich ein Foto schießen können. Der ist nun mal wirklich groß!
Wir sollten bei unserem nächsten Besuch wohl Leitern mitbringen.


