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Archiv der Kategorie 'Aktivitäten'

  • Gilde

Mount Hyjal: Kaz’Rogal down!

Geschrieben von Ulana am 27. Oktober 2008

So müssten Raids eigentlich immer sein: entspannt und trotzdem erfolgreich. Natürlich haben die generften Gegner erheblich dazu beigetragen, dass wir auch ohne größere taktische Einarbeitung einen neuen First Kill verzeichnen durften. Die Trashmobs vor Kaz’Rogal liefen ziemlich chaotisch, weil nur wenige von uns “so ungefähr” wussten, was auf uns zu kommt. “Ähm, da hinten sind ein paar Gargoylen, die die NPCs tot hauen” … “vorne kommt auch schon die nächste Welle” … “ich geh mal da drüben hin, kommt ein Heiler mit?” … “wer ist ich und wo ist da drüben?” … “da oben fliegt was ganz Dickes, kann der Hexer den runterholen?” … “Hexer ist tot” …”wer tot ist, reinlaufen” … “ich finde den Weg nicht” … usw. Eigentlich haben wir nur weitergemacht, um zu sehen, was noch so alles kommt, aber plötzlich waren wir bei der letzten Welle und fast alle am Leben, also durfte Kaz’Rogal ruhig mal kommen. Der Boss selbst erwies sich als ziemlich einfach. First try, first kill!

Kaz’Rogal down

Das macht Lust auf mehr, daher werden wir die nächsten Wochen noch ein paar Bündnisraids ansetzen, um doch noch etwas mehr von den “high end” BC-Instanzen zu sehen.


  • Gilde

Mount Hyjal: Wellenreiten

Geschrieben von Karl am 21. Juli 2008

Freitag wusste unser Bündnis nicht so recht, was man anstellen sollte. Im Schlangenschrein lagen schon die ersten zwei Bosse, im Auge ebenso. Und vier Stunden Zeit und ein fehlender Hexertank für Leotheras führten zu dem Entschluss: „Lass uns doch mal Mount Hyjal anschauen“.

Wir also schon mal mit 22 Mann und Frau losgezogen, den Raid auf dem Weg noch auf 25 Spieler aufgestockt, den lieben Thelos mit Engelszungen überredet, auf seinen Tank-Paladin Terek umzuloggen und schon standen wir in einer sonnigen Umgebung vor Frau Schattenmeer und packten unsere Picknick-Körbe aus.

Héllghóst stand mal wieder in Badehose da, tanzte und wollte sich nur mit Mühe überzeugen lassen, sich wieder anzuziehen. “Wieso Rüstung? Ihr habt mir was von Wellen erzählt. Ich will surfen.“ Murdax hatte sich in der Zwischenzeit an den umstehenden Wachen vorbeigeschmuggelt und versuchte, die hübsche Dame im Hintergrund anzubaggern und die belohnte ihn umgehend mit der „Bist Du bereit, Dein Leben für mich zu geben“-Nummer. Hätten wir die lieber von einem unserer Mädels anquatschen lassen – vielleicht hätte es dann einen Zickenkrieg gegeben und wir hätten die liebe Jaina looten können.

Die erste Wellenrunde zum testen lief schon erstaunlich gut und nachdem wir die Tankverteilung „Paladin fürs grobe und Einzeltanks für die dicken Viecher“ im Griff hatten, tauchte auch schon nach wenigen Versuchen der erste Boss mit dem dämlichen Namen Furor Winterfrost auf. Nein, der hat nix mit dem Weihnachtsmann zu tun. Und wenn man „Tod und Verfall“ und die Eisblitze einmal gesehen hat, kann man auch damit umgehen. Im zweiten richtigen Bossversuch musste sich der fiese Knochenkasper geschlagen geben.

Boss 1: Furor Winterfrost down!

In völliger Begeisterung schwingt sich der halbe Raid aufs Reittier und gallopiert schon über den Hügel, als Murdax maulte “Hey Leute, wartet bitte noch auf mich, ich will die Alte nochmal anbaggern“. Machte er natürlich auch und wieder mussten wir uns vor der netten Dame aufstellen, um neue Wellen ekliger Viecher abzuwehren.

Da diese Mob-Attacken fast genauso abliefen, wie bei den vorigen Phasen – nur halt durch ein paar Banshees verstärkt, standen wir nach zwei Versuchen also vor dem zweiten Boss Anetheron. Und weil der keine Lust hatte, seine Höllenbestien herbeizurufen (vielleicht waren die gerade richtig Surfen), ging der auch überraschend schnell zu Boden.

Boss 2: Anetheron down!

Bleibt also festzuhalten: Wellenreiten kann auch ohne Badehose Spaß machen und das Bündnis mit Semper Fidelis schreitet mit zügigen Schritten vorwärts.


  • Onyxia

6 vs Onyxia

Geschrieben von Neolith am 4. März 2008

Eine kleine Runde Spaß nach den Arenakämpfen:
Trotz der ziemlich verbuggten Instanz (Ony reagiert nicht auf Aggro und macht es sich in den Eiern ohne uns gemütlich) legen Bangbros, Héllghóst, Laeria, Sladkaja, Terek und Reeboo lässig die Mutter aller Drachen. Die Stimmung ist ausgelassen, der Loot königlich und Onyxia erst ängstlich und dann ziemlich platt.

6 vs Onyxia


  • Gilde

Die Schatzsuche geht weiter: Halazzi down!

Geschrieben von Ulana am 16. Januar 2008

Nach einer kleiner Winterpause hatten wir bereits letzte Woche wieder einmal Nalorakk und Akil’Zon einen Besuch abgestattet, um ihnen weitere Informationen über den Verbleib des sagenumwobenen Schatzes zu entlocken. Da sie jedoch mit der Herausgabe von Informationen und Loot äußerst geizig blieben, sind wir weitergezogen zu Halazzi, dem Luchs-Avatar. Die Trolle und Luchse auf dem Weg dort hin erwiesen sich als besonders heimtückisch, so dass uns für diesen ersten Besuch wenig Zeit blieb. Es lief dann ungefähr so: Trash-Mobs 1 Stunde, Kampf erklären 15 Minuten, Buffen, trinken, nochmal schnell auf’s Klo (vor lauter Aufregung!) nochmal 10 Minuten, Bosskampf 0,01 Sekunden: Terek stürmt freudig auf Halazzi zu, Halazzi stürmt freudig auf Terek zu, Säbelhieb, Maintank down, Ende der Geschichte.

Das konnten wir natürlich so nicht auf uns sitzen lassen. Diesmal haben wir uns also bei den ersten beiden Avataren und den Trash-Mobs schön beeilt und hatten noch viel Zeit, uns eingehend mit dem bösen Luchs zu beschäftigen. Diesmal mit zwei Tanks schön nah beieinander (wenn Axeldenta die Tage also etwas streng riecht, liegt das an den eigentümlichen Hygienevorstellungen von Terrorbären). Kurzum, nachdem wir zwei Versuche brauchten, die Abstände zu den Totems besser zu arrangieren, haben wir ihm im dritten Anlauf sauber das Fell abgezogen.

halazzi-down.jpg

Einen kleinen Teil des Schatzes konnten wir auch gleich noch sicherstellen (das Wortspiel mit dem abluchsen spare ich mir):

Gratz Wilhelmine :)


  • Gilde

Erfolgreicher Start in Zul’Aman

Geschrieben von Ulana am 23. November 2007

Ulana klangen noch die Worte von Griftah, dem Amuletthändler im Unteren Viertel in den Ohren, als sie bereits auf dem Greifen von Ironforge in Richtung Pestländer saß: “Schätze von unschätzbarem Wert…”. Welche Zwergin könnte da noch widerstehen? Es ging um ein Projekt seines Kumpels Budd Nedreck, der einen alten Trolltempel in den Geisterlanden entdeckt hatte und nun auf der Suche nach ein paar tapferen Schatzsuchern war, die sich nicht scheuen, das ein oder andere Hindernis aus dem Weg zu räumen.

Natürlich waren auch die anderen Zwerge … äh, Mitglieder … unserer Gilde leicht von dem vielversprechenden Projekt zu überzeugen, so dass sich gestern Abend eine schlagkräftige Truppe bei Budd einfand, um ihm ihre Zusammenarbeit anzubieten. Leider musste er uns mitteilen, dass unsere Vorgänger weniger erfolgreich und wahrscheinlich dem Bären-Avatar Nalorakk zum Opfer gefallen waren, wobei sie dummerweise die einzig existierende Karte von Zul’Aman verloren.

Kein Problem, sagten wir, dem geben wir kräftig eins auf die Mütze.

In der Tat stellte sich heraus, dass Nalorakk die Karte nicht freiwillig hergeben wollte. Er schickte sogleich seine Schergen los, die wir jedoch problemlos erledigten. Nalorakk selbst konnte sich nicht so recht entscheiden, ob er lieber als überdimensionierter Troll oder als Bär den Kampf mit uns aufnehmen sollte. Axeldenta und Terek wechselnd sich dementsprechend dabei ab, seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, was so hervorragend funktionierte, dass wir wenige Minuten später die begehrte Schatzkarte in Händen hielten. Axeldenta konnte sich zudem über ein paar neue, wetterfeste Stiefel freuen.

Zurück bei Budd beschlossen wir mit ihm gemeinsam, den Tempel genauer zu erkunden und zunächst die Plattform des nächsten Avatars Akil’Zon persönlich in Augenschein zu nehmen. Akil’Zon ist ähnlich schizophren wie Narolakk, nur dass er sich für einen Adler hält. Entsprechend schickte er uns zahlreiches Federfieh entgegen, unterstützt von einigen Trollkriegern. Es war mühsam, sich bis zur Plattform durchzuschlagen, aber wir haben es ohne größere Verluste im ersten Anlauf geschafft. Als wir die Plattform erreichten und Ulana hinten im Raid schon flüstern hörte “geschafft, jetzt lasst uns abhauen!”, stellte sich heraus, dass Akil’Zon persönlich erschienen war, um uns willkommen zu heißen. Ein kurzer Blickkontakt mit Karl und Terek, das goldene Funkeln in allen Zwergenaugen, und es war klar: Die Schätze, die er uns mitgebracht hatten, konnten wir unmöglich zurücklassen, bis sie womöglich einer anderen Abenteurergruppe in die Hände fielen.

Akil’Zon beherrschte jedoch so manchen Trick mit dem Wetter, ließ einmal gar unsere geliebte Axeldenta verschwinden, so dass wir insgesamt fünf Anläufe nehmen mussten, bis wir ihn überzeugen konnten, dass er eigentlich nie eine Chance bessessen hatte.

akilzon-down.jpg

Man beachte Karls neue Maske.

Hat echt Spaß gemacht. Weiter so!


  • Gilde

Erster Bosskill in Gruuls Unterschlupf: Maulgar down!

Geschrieben von Ulana am 19. Oktober 2007

Fünf große Oger, die tranken fleißig Bier,
Blindauge ging die Heilung aus, da waren’s nur noch vier!

Vier dumme Oger, die schlugen uns zu Brei,
den Olm ham wir zurückgehaun, da waren’s nur noch drei!

Drei dicken Oger, denen war das einerlei,
der Gicherer fiel auch gleich um, da waren’s nur noch zwei!

Zwei feige Oger, denen schlotterten die Bein’,
der Krosh erlosch als nächster, der König blieb allein!

Hochkönig Maulgar, der kämpfte wie ein Stier,
doch PeC war besser vorbereit’, am Ende siegten wir!

maulgar-down.jpg

Gratz und danke an alle die dabei waren!


  • Molten Core

Ragnaros 18

Geschrieben von Karl am 18. September 2007

Karazhan leergeräumt und für Gruul nicht genug Anmeldungen – da wurde es doch mal wieder Zeit, uns alter Aufgaben zu besinnen und dem Geschmolzenen Kern einen Besuch zu gönnen. Mit 5 Spielern wurde der Instanzen-Run eröffnet und bis zum Schluss wuchs der Raid auf 18 Personen an. Viele der alten Taktiken wurden durch die geringe Teilnehmerzahl ziemlich über den Haufen geworfen.

Bei Majordomus stellte sich z. B. die Frage, wie die eine Magierin 4 Schafe im Zaum halten soll. Als die sich dann lauthals beschwerte, dass ein Schaf mehr als genug sei, unser Lieblingsschurke rumnölte “Ich will auch einen tanken”, die Paladin-Gruppe fragte “Braucht uns eigentlich einer oder können wir in der Zeit Würstchen über der Kohlegrube grillen?” wurde kurzer Prozess gemacht: Unsere Druidin tankt alle 4 Heiler und Schluss mit der Diskussion. Jetzt ist unsere hochgeschätzte Tank-Druidin vor nix fies und hat sich dann einfach alle Mobs geschnappt. Nach ein paar Sekunden grübeln, ob da jetzt die Heilung ausreicht, murmelte der erste Paladin “da hätten wir ja doch grillen können”.

Kurz darauf standen wir mit 18 Recken vor Ragnaros und haben vollständig versagt – er hat es noch bis zur ersten Söhne-Phase mit 4 % geschafft. Einer der gelangweilten Heil-Paladine war gerade aus der Lava gekrabbelt, sieht die Söhne aufploppen, grummelt “was Druiden können, kann ich schon lange”, wirft sich den Söhnen in den Weg, wird von der geschlossenen Flammenwand einfach überrollt und darf den abschließenden Ragnaros-Kill im Liegen bewundern.

So hat ein völlig chaotischer Fun-Raid einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Und weil wir wissen, dass mit ein wenig mehr Disziplin Ragnaros mit deutlich weniger als 18 Spielern zu schaffen ist, haben wir jetzt eine erste Messlatte: Ragnaros 18!

Ragnaros lebt ... und schon ist er wieder weg.


    Kara clear! (so richtig)

    Geschrieben von Ulana am 18. Juli 2007

    Einer fehlte noch in unserer Trohpähensammlung und den wollten wir nicht lange schuldig bleiben.

    Wir erinnern uns: Die Sesselpupser vom Violetten Auge suchten ein paar tatkräftige Helferlein, die ihnen Medivhs Tagebuch aus seiner alten Bibliothek in Karazhan besorgen – ohne Leihschein, ohne Mitgliedsausweis. Praktischerweise war das Tagebuch nicht in einem der turmhohen und hunderte Meter langen Regale versteckt, sonst hätten wir jahrelang danach suchen können, sondern Medivhs neugieriger Vater Aran war offenbar sehr daran interessiert, was sein Sohnemann an heimlicher Liebeslyrik absondert und hat das Buch seinerzeit an sich genommen. Und wie das bei Magiern so ist: Als Geist hatte er es immernoch in der Tasche, so dass wir es nur aus ihm heraus prügeln mussten.

    Wie das bei Magiern so ist, hat Medivh gar keine Liebesgedichte in sein Tagebuch geschrieben, er hat nicht einmal Tusche und Feder benutzt, sondern er hat einfach ein kleines Video seines Kampfes mit dem Drachen Arcanagos abgespeichert:

    Arcanagos.jpg

    Um den Drachen besiegen zu können, musste Medivh allerdings seine eigene Essenz in einen Zauber weben, so dass die Überreste des Drachen uns quasi so etwas wie einen genetischen Fingerabdruck von Medivh himself liefern würden!

    Aber das Violette Auge interessiert sich zuerst einmal für Bücher. Nach etwas small talk wird man noch losgeschickt, einen Knochen zu suchen, der keinen Steinwurf von Meister Alturus entfernt unbemerkt die Jahrhunderte überdauert hat – inklusive der Abenteurerscharen, die über ihn hinweggetrampelt sind. Um mit dem Knochen etwas anfangen zu können, gilt es unter anderem, zwei weitere Bücher aufzutreiben. Zum Glück ist auch in diesem Fall bekannt, in wessen Besitz sich diese Bücher befinden. Und nicht ganz überraschend bedarf es abermals schlagkräftiger Überzeugungskunst, sie zur Herausgabe zu überreden. Ein paar besonders fleißige Mitglieder unserer Gilde haben auch das im Laufe der Woche erledigt.

    Am Ende dieser Questserie ist man also nicht nur wahnsinnig gebildet, sondern auch in der Lage, das Gerippe von Arcanagos zum Leben (naja, so was in der Art) zu erwecken, um ihm noch einmal eins auf die Mütze zu hauen. Fragt mich bitte nicht nach dem tieferen Sinn dieser Aktion. ICH HABE DIE BÜCHER NICHT GELESEN!

    Da kommt er jedenfalls:

    Nightbane.jpg

    …und da liegt er doppeltot im Dreck:

    Nightbane down.jpg

    Gruul, wir kommen!


      Kara clear! (quasi)

      Geschrieben von Ulana am 11. Juli 2007

      Wer hätte das gedacht, nachdem die Woche gar nicht so gut anfing. Also gut, am Mittwoch gab es zumindest eine Premiere beim Zauberer von Oz. Aber der Freitag war eine komplette Katastrophe und ist hiermit offiziell aus den Geschichtsbüchern gestrichen.

      Worum ging es gerade?

      Ach so, ja: Montag also der Plan, sich vom Kurator bis zu Prinz Malchezaar durchzuarbeiten. So sprach zumindest unser übermütiger Raidleiter Johannes und viele (auch ich) haben ihn wohl deshalb insgeheim milde belächelt. Der Kurator machte uns gar keine Probleme und in Rekordzeit standen wir wieder vor Aran, der nach etwas Gedächtnisauffrischung (stehenbleiben, wenn die Feuerkreise kommen usw.) auch schnell ein ziemlich toter Geist war. Und zwar ganz ohne Hexer, was den Kampf nicht gerade leichter macht. Da wir also noch reichlich Zeit auf der Uhr hatten, beschloss unser weiser Häuptling Johannes, gleich auch noch Nethergroll einen Besuch abzustatten. Für den brauchten wir ein paar Übungsrunden, legten dann aber ebenfalls einen perfekten Versuch hin. Das Schachevent ist nach ein paar Wochen nur noch spannend, weil unser von den Göttern geküsster Anführer Johannes – der natürlich immer die Rolle des Königs übernimmt ;) – sich stets mitten zwischen die gegnerischen Figuren stellen muss, um ordentlich Dresche zu beziehen.

      Und schon standen wir wieder vor Malchezaar. Bigdog suchte sich eine schöne Position an der Mauer, die Schurken nahmen ein paar Lehrstunden in Sachen “Entkräften” in Kombination mit der “Schattennova”, die Infernals standen meist günstig, aber unser tapferer Maintank kippte ein ums andere Mal aus den Latschen weil den Heilern schon nach halber Strecke das Mana knapp wurde. Um viertel vor zwölf fragte unser strahlendes Oberhaupt Johannes vorsichtig an, ob wir nicht mal Jalima als Bärchen tanken lassen sollten. Gesagt getan. Beim ersten Versuch hatte die Gute noch etwas Probleme, die richtige Position zu finden – “ich seh’ nur dem seine Füße”. Kurz vor 12 dann der letzte Versuch. Bis 4% läuft alles perfekt, die Heiler haben Mana, der ganze Raid ist am Leben… *plumps* klatscht uns ein Infernal direkt vor die Nase. Chaos! Panik! Die Heiler können Jalima noch eine Weile am Leben halten, unser glorreicher Vater Johannes hat sogar als Engel noch zahlreiche Heilungen “gespammt”, aber irgendwann bei 1% ist Jalima tot und es sieht aus wie letzte Woche: Malchezaar metzelt einen nach dem anderen aus dem Raid. Am Ende stehen nur noch Drana und Scarecrow, aber Prinz Malchezaar fällt … genau um 0.00 Uhr

      prinz2.jpg

      (Beim Screenshot ist die Uhr auf 0.01 gesprungen, aber wie man sieht, sind wir schon beim rezzen).

      Hier noch das offizielle Foto von der Siegerehrung:

      Prinz.jpg

      Das war er also, der “Endboss” von Karazhan. Damit ist die Instanz eigentlich geschafft, wäre da nicht noch ein optionaler Boss, “Siechhuf”, um den wir bisher stets einen Bogen gemacht haben. (Wer vermutet denn auch hinter einem Bücherregal, das man zur Seite schieben kann einen geheimen Gang?!) Um diesen Makel zu beseitigen, wurde kurzerhand für Dienstag noch ein Raid angesetzt. Die Geschichte ist schnell erzählt: Siechhuf kann nix. Gleich beim ersten Versuch haben wir ihn auf 50% gehauen. Beim zweiten auf 30%, beim dritten mit etwas Pech auf 2% und beim vierten Versuch ging er astrein zu Boden.

      Siechhuf.jpg

      Damit können wir also offiziell vermelden: Kara clear!

      quasi?

      Ah, okay, irgendwann werden wir auch mal im Keller vorbeischauen, wo man noch einen Boss spawnen kann und wenn ihr bis nächste Woche alle brav die Zerschmetterten Hallen und die Schmetschetsch-Hallen heroisch macht, kann man auch die Questreihe mit Medivhs Tagebuch abschließen und den Schrecken der Nacht beschwören, einen Drachen, der sich mal mit Medivh persönlich anlegen wollte und jetzt als Geist die Gegend unsicher macht. Der muss freilich auch umgehauen werden. Aber irgendwas muss man sich ja aufheben, damit es nicht langweilig wird.

      Was haben wir gelernt?

      1. Bär > Blechdose (aber Bigdog will das nicht auf sich sitzen lassen und arbeitet schon manisch an einer besseren Ausrüstung)

      2. Du sollst nie an der göttlichen Voraussicht des unsterblichen Johannes zweifeln.

      3. Nein, unser geliebtes Oberhaupt hat mich nicht bestochen, damit ich sein Image aufpoliere.

      4. Siechhuf kann nix.

      5. Einmal Schmetschetsch, immer Schmetschetsch!


        Kleine Mädchen verprügeln – pfui

        Geschrieben von Karl am 5. Juli 2007

        Mittwochs abend ins Kino gehen, das mach ich eigentlich nur, wenn die Sneak-Preview zu irgendeinem Mega-Blockbuster gezeigt wird, der am Donnerstag startet. Aber mir einen Film von 1939 anzuschauen, der auf einer Buchvorlage von 1900 basiert, das war mal was Neues.

        Bevor wir das Kino betreten konnten, gab es leider einige Komplikationen. Moroes hatte furchtbar gute Laune, lachte uns die ganze Zeit aus und vermöbelte uns nach Strich und Faden. Keiner wusste genau warum, aber der hat uns erst nach unzähligen Wipes und eine Respawn-Runde später weitergelassen. Wir hatten aber Glück im Unglück und konnten noch in einer Spätvorstellung 10 Plätze im Kino ergattern.

        Und weil wir nach erst zwei Bossen und schon 22.30 Uhr dringend ein Erfolgserlebnis brauchten, murmelten alle völlig verstört “nicht OZ, nicht OZ, nicht OZ” – den Kampf kannten wir nämlich noch nicht, nachdem wir hier jeweils viermal den Wolf und das Liebespäärchen besucht hatten. Der Ansager kommt raus, redet was von “Mädchen retten”, einige seufzen erleichtert “ahhhhh, Rotkäppchen”, einige andere “nicht OZ, nicht OZ…”, der Vorhang hebt sich – und die Tanks fragen ganz leise “äh, wen muss ich denn tanken?”.

        2 Minuten später saßen wir wieder vollgebufft vor dem Vorhang und hauten nach einem lauten “Das ist doch nur ein Mädchen” kräftig rein, zündeten brav den Strohmann an, verschreckten den armen Löwen und widerlegten die These, dass in amerikanischen Filmen Kindern und Hunden nie was passiert.

        Dafür muss unser Hexenmeister jetzt mit roten Frauenschuhen rumlaufen, die nebenbei noch als Ruhestein funktionieren. Wir notieren also: Zauberer von OZ: Erledigt!


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